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Komplett und kompakt auf einen Blick

Alles Wissenswerte zu unseren Transferdienstleistungen erfahren Sie in unseren FAQ.

Informationen für Mitarbeiter einer Transfergesellschaft oder Transferagentur

Grundlegende Informationen zu Transfermaßnahmen gemäß §§ 110, 111 SGB III

Die Kosten für eine Transfergesellschaft setzen sich aus vielen verschiedenen Bestandteilen zusammen, die im Wesentlichen von der Agentur für Arbeit und dem Personal abgebenden Unternehmen getragen werden. Die Agentur für Arbeit stellt das Transferkurzarbeitergeld bereit, wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Die Fördervoraussetzungen finden Sie im § 111 SGB III (Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung) und in den entsprechenden Geschäftsanweisungen der Agentur für Arbeit.

Das Unternehmen muss für die sogenannten Remanenzkosten und die Kosten für die Dienstleistungen aufkommen. Bei TRAIN setzen sich die Remanenzkosten zusammen aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen der Sozialversicherungsbeiträge, den Entgelten für Urlaubs- und Feiertage, Beiträgen zum Schwerbehindertenausgleich, Beiträgen für die Berufsgenossenschaft und ggf. Aufstockungsbeträgen für das Entgelt der Transfermitarbeiter. Die Ausgaben für die Dienstleistungen ergeben sich beispielsweise aus Verwaltung, Beratung/Coaching und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Höhe des Qualifizierungsbudgets wird i.d.R. im Sozialplan definiert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Transferagentur und einer Transfergesellschaft?

Bei einer Transferagentur bleiben die Mitarbeiter Arbeitnehmer ihres bisherigen Arbeitgebers, werden jedoch während ihrer restlichen Beschäftigungszeit bei diesem bzw. während ihrer Kündigungsfrist bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle durch den Transferträger unterstützt. Für die Dienstleistungen während der Transferagentur kann der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit gem. § 110 SGB III einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50 % der erforderlichen und angemessenen Maßnahmekosten (max. 2.500 €) beantragen.

Bei einer Transfergesellschaft wird durch einen dreiseitigen Vertrag das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber beendet und gleichzeitig nahtlos ein neues, auf max. 12 Monate befristetes Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft abgeschlossen. Die Förderung der Agentur für Arbeit wird hier in Form des Transferkurzarbeitergeldes (§ 111 SGB III) geleistet. Die sog. Remanenzkosten und die Kosten für die Dienstleistungen trägt der bisherige Arbeitgeber.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Fördervoraussetzungen sind in den §§ 110,111 SGB III sowie in den Geschäftsanweisungen der Bundesagentur für Arbeit festgehalten. Auf dieser Basis erfolgt die konkrete Ausgestaltung der Konditionen für Transferagentur und/oder Transfergesellschaft in der Regel in einem (Transfer-)Sozialplan.

Was bedeutet Outplacement oder Newplacement?

Beide Begriffe stehen für ein und dasselbe und bezeichnen Dienstleistungen für ausscheidende Mitarbeiter zur beruflichen Neuorientierung. Viele weitere Begriffe wie z. B. Gruppen-Outplacement, Einzel-Outplacement, Einzel-Newplacement oder nur Placement werden mehr oder weniger konsequent für ein bestimmtes Spektrum des Outplacement verwendet. Grundsätzlich existieren aber nur zwei Bereiche, die inhaltlich auseinander zu halten sind und die mit den genannten Begriffen beschrieben werden.

Der erste Bereich ist das weite Feld der Transfermaßnahmen und Transfergesellschaften, der oft mit Gruppen-Outplacement beschrieben wird. Der zweite Bereich stellt das Einzel-Newplacement dar, oft auch als Einzel-Outplacement oder Newplacement bezeichnet. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Finanzierung der Dienstleistungen. Während die Kosten der Leistungen im ersten Bereich durch das Unternehmen und Fördergelder der Agentur für Arbeit getragen werden, wird das Einzel-Newplacement in der Regel nur vom Unternehmen oder dem Mitarbeiter selbst finanziert. Wenn die Voraussetzungen für eine Förderung des (Gruppen-)Outplacement durch die Agentur für Arbeit gem. § 110 oder § 111 SGB III nicht vorliegen, kann das Unternehmen auch ein Gruppen-Outplacement selbst finanzieren. 

Muss ich an einer Transferagentur teilnehmen?

Nein, die Teilnahme an der Transferagentur ist freiwillig. Es handelt sich um ein Angebot Ihres bisherigen Arbeitgebers, das Sie nicht annehmen müssen.

Muss ich in die Transfergesellschaft eintreten?

Nein, Sie können sich freiwillig für oder gegen den Eintritt in die Transfergesellschaft entscheiden. Die Transfergesellschaft ist lediglich ein Angebot Ihres bisherigen Arbeitgebers. 

Wie wird eine Transfermaßnahme bzw. Transferagentur gem. § 110 SGB III finanziert?

Die Fördervoraussetzungen finden Sie im § 110 SGB III (Sozialgesetzbuch Drittes Buch – Arbeitsförderung) und in den entsprechenden Geschäftsanweisungen der Agentur für Arbeit. Die Förderung der Agentur für Arbeit gem. § 110 SGB III beträgt bis zu 50 % der erforderlichen und angemessenen Maßnahmekosten (max. 2.500 €) je Teilnehmer.

Status in einer Transfergesellschaft bzw. einer Transferagentur

Welchen Status habe ich in einer Transfergesellschaft?

In einer Transfergesellschaft sind Sie Arbeitnehmer. Da Sie neben dem Aufhebungsvertrag mit Ihrem alten Arbeitgeber gleichzeitig einen Anstellungsvertrag mit dem Transferanbieter abschließen, sind Sie regulär sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es handelt sich dabei um ein befristetes Arbeitsverhältnis. Gleichzeitig müssen Sie zum Erhalt der Fördervoraussetzungen gem. § 111 SGB III arbeitssuchend (NICHT arbeitslos) bei der Agentur für Arbeit  gemeldet sein.  

Welchen Status habe ich in einer Transferagentur?

In einer Transferagentur sind Sie noch Arbeitnehmer Ihres bisherigen Arbeitgebers. Sie nehmen während Ihrer Kündigungsfrist bzw. während der restlichen Laufzeit Ihres Arbeitsverhältnisses bis zu dessen Ende an Dienstleistungen des Transferträgers teil, die Sie bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle unterstützen.

 

Während der Transfergesellschaft

Was muss ich tun, wenn ich während der Laufzeit der Transfergesellschaft eine neue Stelle gefunden habe?

Sie müssen Ihren Berater hierüber informieren und ihm den ersten Tag des neuen Arbeitsverhältnisses mitteilen, da Sie ab diesem Tag von Ihrem neuen Arbeitgeber Entgelt erhalten und nicht mehr von der Transfergesellschaft.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Ruhendes Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft. In dieser Zeit ruhen die beiderseitigen Verpflichtungen und Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft. Während der Laufzeit Ihres Vertrages mit der Transfergesellschaft können Sie im Falle der vorzeitigen Beendigung des neuen Arbeitsverhältnisses wieder in die Transfergesellschaft zurückkehren. In diesem Fall leben die gegenseitigen Rechte und Pflichten  bis zum vertraglichen Ende des Arbeitsverhältnisses mit der Transfergesellschaft wieder auf. Durch ein ruhendes Arbeitsverhältnis verlängert sich die Laufzeit Ihres Vertrages mit der Transfergesellschaft nicht. Bei einem solchen Wiedereintritt müssen Sie sich bei der Agentur für Arbeit wieder arbeitssuchend melden.
  2. Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses mit der Transfergesellschaft. In diesem Fall scheiden Sie ohne Rückkehrrecht endgültig aus der Transfergesellschaft aus.  

 

Kann ich während der Transfergesellschaft ein Praktikum machen?

Ja, Praktika während der Transfergesellschaft sind möglich.

 

Kann eine Nebenbeschäftigung ausgeübt werden?

Nebentätigkeiten sind nur in dem Umfang erlaubt, in dem sie die Vermittlungsbemühungen nicht beeinträchtigen.

Einkünfte aus Nebentätigkeiten können auf das Transferkurzarbeitergeld angerechnet werden und u. U. sogar zum Verlust des Anspruchs auf Transferkurzarbeitergeld führen. Jede Nebentätigkeit ist der TRAIN unaufgefordert mitzuteilen und darf dem Sinn und Zweck der Transfergesellschaft nicht entgegenstehen.

Eine Nebentätigkeit, die bereits vor Eintritt in die Transfergesellschaft durchgängig ausgeübt wurde, darf ohne Anrechnung auf das Transferkurzarbeitergeld weiterbetrieben werden.

 

Habe ich Urlaubsanspruch in der Transfergesellschaft?

Auch in einer Transfergesellschaft haben Sie mindestens den gesetzlichen Urlaubsanspruch. Die Urlaubsregelung ist immer auch abhängig vom alten Arbeitgeber und vom bereits im Kalenderjahr in Anspruch genommenen Urlaub. Einzelheiten sind meistens im Sozialplan geregelt.

 

Wie muss ich mich im Krankheitsfall in der Transfergesellschaft verhalten?

Wie bei einem anderen Arbeitgeber auch. Sie melden sich am ersten Tag bei der Transfergesellschaft krank und reichen am dritten Tag die ärztliche Bescheinigung ein. Die TRAIN ist Ihr neuer Arbeitgeber, daher sehen die gesetzlichen Regelungen vor, dass Sie bei Krankheit innerhalb der ersten vier Wochen in der Transfergesellschaft keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben. Nach diesen ersten vier Wochen gilt die gesetzliche Entgeltfortzahlungsfrist von bis zu sechs Wochen (einschließlich Wochenende und Feiertage).

Hinweis für Reha/Kur: Während einer Reha/Kur bekommen Sie ab dem 1.Tag keine Entgeltfortzahlung, sondern müssen sich selbst um das Übergangsgeld (§ 20ff SGB VI) beim Versicherungsträger bemühen.

 

Wie hoch ist mein Nettoentgelt in der Transfergesellschaft?

Die Regelungen zur Höhe des Entgelts sind meistens im Sozialplan festgehalten. Eine feste Komponente Ihres Entgelts ist das Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 60 oder 67 Prozent (abhängig vom Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte) Ihres Nettoeinkommens sowie Entgelt für Urlaubs- und Feiertage. Je nach der im Transfersozialplan festgelegten oder vom Arbeitgeber zugestandenen Ausstattung der Transfergesellschaft, kann das Transferkurzarbeitergeld aufgestockt werden. Beide Bestandteile ergeben dann Ihr monatliches Entgelt. Der Aufstockungsbetrag ist steuerpflichtig und i. d. R. sozialversicherungsfrei.

Bei der Entgeltabrechnung schwanken Methode und Service von Anbieter zu Anbieter. Vorteilhaft ist es daher, wenn der Transferanbieter über eine eigene Lohnabrechnungsstelle und Personalabteilung verfügt und Ihnen einen kompetenten Sachbearbeiter zur Seite stellen kann.

 

Wie sieht die Beschäftigung in der Transfergesellschaft aus?

Während der Beschäftigung in einer Transfergesellschaft sieht Ihr Tag i. d. R. anders aus als bisher. Sie gehen nicht Tag für Tag acht Stunden einer Tätigkeit nach. Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge zu tun. Wenn Sie nicht gerade ein Praktikum absolvieren, bei einem potenziellen Arbeitgeber probearbeiten oder eine Weiterbildung besuchen, sind Sie und Ihr Berater ständig damit beschäftigt, geeignete Stellen zu finden. Es gibt feste Beratungs- und Coachingtermine, in denen berufliche Ziele, Bewerbungsunterlagen und Qualifizierungsbedarfe besprochen werden oder Sie hinsichtlich Selbstdarstellung und Präsentationstechniken trainiert werden.

 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?

Es gibt viele Möglichkeiten, während der Zeit in der Transfergesellschaft an seinen Qualifikationen zu arbeiten. Prinzipiell können Sie Qualifizierungsmaßnahmen immer wahrnehmen, solange diese Ihre Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt nicht einschränken. Die Qualifizierungsmaßnahmen müssen zielführend sein, d. h. zur beruflichen Neupositionierung passen. Sie sind nicht an Weiterbildungsträger gebunden und können Maßnahmen zusammen mit Ihrem Berater frei auf dem Markt wählen.

Je nach finanzieller Ausstattung des Transferprojekts steht u. U. ein Qualifizierungsbudget für Sie bereit. Dieses Budget können Sie natürlich durch eigene Mittel aufstocken. 

 

Wie bin ich in der Transfergesellschaft krankenversichert?

In der Transfergesellschaft gilt nach SGB V in der Regel Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, auch für zuvor in der privaten Krankenversicherung Versicherte.

Inwieweit bei bisheriger privater Krankenversicherung ggf. weiterhin Versicherungsfreiheit nach § 6 SGB V vorliegt, zu welchen Konditionen ein Ruhen der Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung möglich ist oder ob ausnahmsweise eine Befreiung von der Versicherungspflicht gem. § 8 SGB V möglich ist, müssen Sie mit Ihrer Krankenkasse abklären.

Wenn Sie das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben, sind Sie unter bestimmten weiteren Voraussetzungen von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit. Auch hier müssen Sie Genaueres bitte selbst mit Ihrer Krankenkasse klären.

 

Beendigung der Transfergesellschaft

Wie kann ich aus der Transfergesellschaft austreten?

Sie können unter Einhaltung einer eintägigen Kündigungsfrist das Arbeitsverhältnis jederzeit schriftlich kündigen. Nach der Laufzeit der Transfergesellschaft endet das Anstellungsverhältnis automatisch. Da es sich um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt, bedarf es keiner zusätzlichen Mitteilung oder Kündigung seitens der Transfergesellschaft.

 

Was passiert nach der Transfergesellschaft, wenn ich keinen neuen Job gefunden habe?

Mit Laufzeitende der Transfergesellschaft endet das Anstellungsverhältnis automatisch, ohne dass es einer Mitteilung oder Kündigung bedarf. Danach sind Sie arbeitslos mit einem ungekürzten Anspruch auf Arbeitslosengeld. Um den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu wahren, müssen Sie sich spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit (frühestens drei Monate vorher) arbeitslos melden. Die Arbeitslosmeldung muss persönlich bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Arbeitsagentur erfolgen. 

 

 

WEICHEN. NEU. STELLEN.

Transfer und Integration GmbH

Die TRAIN Transfer und Integration GmbH ist einer der führenden Anbieter von Transfergesellschaften und Transferagenturen in Deutschland und gehört zum Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. Als Personaldienstleister im Out- und Newplacement ist die TRAIN seit 1999 bundesweit an über 350 Standorten tätig. Unter maxplacement – eine Marke der TRAIN GmbH bietet die TRAIN seit 2018 auch Einzeloutplacement für Fach- und Führungskräfte an. Das Angebot umfasst sowohl die transferorientierte und sozialverträgliche Personalanpassung für Mitarbeiter als auch prozessbegleitende Dienstleistungen für die Entscheidungsträger auftraggebender Unternehmen.

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