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Wissenswertes zu Outplacement, Transfergesellschaften und Transfermaßnahmen

TRAIN erklärt

Outplacement bzw. Transfermaßnahmen und Transfergesellschaften sind komplex und an verschiedene gesetzliche Regelungen gebunden. Darüber hinaus gibt es einige Spielräume in der Ausgestaltung, die von den Unternehmen und Transferträgern vorgegeben werden. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Transfermaßnahme nicht gleich Transfermaßnahme ist und Transfergesellschaft nicht gleich Transfergesellschaft.

Die häufigsten Fragen haben wir ausführlich beantwortet. Die Darstellungen beziehen sich auf die Erfahrungen und die Praxis der TRAIN. Abweichungen zu anderen Trägern sind möglich. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie weitere Fragen haben.

Unternehmen

Mitarbeiter

 

Was sollte ich bei der Implementierung einer Transfergesellschaft beachten?

Aufgrund der Komplexität einer Transfergesellschaft sind bei der Umsetzung viele Schritte erforderlich. Die TRAIN hat daher einen Fahrplan entwickelt, der Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Vorkehrungen gibt. Den Fahrplan für die Implementierung einer Transfergesellschaft finden Sie als PDF-Download unter Veröffentlichungen.


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Wie wird eine Transfermaßnahme bzw. Transferagentur gem. §110 SGB III finanziert?

Die Fördervoraussetzungen finden Sie im § 110 Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) Arbeitsförderung oder fragen Sie die zuständige Agentur für Arbeit. Die Förderung der Agentur für Arbeit gem. § 110 SGB III beträgt bis zu 50 % der erforderlichen und angemessenen Maßnahmekosten (max. 2.500 €) je Teilnehmer.  


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Wie wird eine Transfergesellschaft gem. §111 SGB III finanziert?

Die Kosten für eine Transfergesellschaft setzen sich aus vielen verschiedenen Bestandteilen zusammen, die im Wesentlichen von der Agentur für Arbeit und dem Personal abgebenden Unternehmen getragen werden. Die Agentur für Arbeit stellt das Transferkurzarbeitergeld bereit, wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Die Fördervoraussetzungen finden Sie im § 111 Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) Arbeitsförderung oder fragen Sie Ihre Agentur für Arbeit.

Das Unternehmen muss für die sogenannten Remanenzkosten und die Kosten für die Dienstleistungen aufkommen. Bei TRAIN setzen sich die Remanenzkosten zusammen aus den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen der Sozialversicherungsbeiträge, den Entgelten für Urlaubs- und Feiertage, Beiträgen zum Schwerbehindertenausgleich, Beiträgen für die Berufsgenossenschaft und ggf. Aufstockungsbeträgen für das Entgelt der Transfermitarbeiter. Die Ausgaben für die Dienstleistungen ergeben sich beispielsweise aus Verwaltung, Beratung/Coaching und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Höhe des Qualifizierungsbudgets wird i.d.R. im Sozialplan definiert.


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Was ist der Unterschied zwischen einer Transferagentur und einer Transfergesellschaft?

 Bei einer Transferagentur bleiben die Mitarbeiter Arbeitnehmer ihres bisherigen Arbeitgebers, werden jedoch während ihrer restlichen Beschäftigungszeit bei diesem bzw. während ihrer Kündigungsfrist bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle durch den Transferträger unterstützt. Für die Dienstleistungen während der Transferagentur kann der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit gem. § 110 SGB III einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50 % der erforderlichen und angemessenen Maßnahmekosten (max. 2.500 €) beantragen.

Bei einer Transfergesellschaft wird durch einen dreiseitigen Vertrag das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber beendet und gleichzeitig nahtlos ein neues, auf max. 12 Monate befristetes Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft abgeschlossen. Die Förderung der Agentur für Arbeit wird hier in Form des Transferkurzarbeitergeldes (§ 111 SGB III) geleistet. Die sog. Remanenzkosten und die Kosten für die Dienstleistungen trägt der bisherige Arbeitgeber.


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Was sollte bei der Trägerauswahl beachtet werden?

Die Auswahl des geeigneten Transferanbieters hängt von vielen Komponenten ab. Da der Personalabbau eine von Emotionen begleitete Situation ist, sind zunächst vor allem Empathie, psychologisches Fingerspitzengefühl und soziale Kompetenz gefragt. Auch wenn Sie selbst nicht Ihren Arbeitsplatz verlieren, müssen Sie das Gefühl haben, dass der Anbieter Ihre Mitarbeiter erreicht. Diese Dinge lassen sich nur schwer in Listen oder Gütekriterien klassifizieren. Lernen Sie den Träger kennen und machen Sie sich ein Bild von seinem "Charakter". Gleichwohl sind die "hard facts" wichtig. Diese sollten Sie sich im nächsten Schritt genauer ansehen. In Ihrer Bewertung sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Branchenerfahrung
  • regionale Personal- und Infrastruktur
  • ausreichende Personalkapazitäten
  • hohe Betreuungsintensität (1:10 bis 1:40)
  • breite Palette an Beraterprofilen
  • aktive Stellenakquise
  • Vermittlungserfolge
  • Referenzen
  • transparentes Kostenkonzept und Mittelrückfluss
  • erfolgsabhängige Angebotskomponenten
  • eigene Entgeltabrechnungsstelle
  • eigene Personalabteilung
  • Netzwerk im Bereich der beruflichen Bildung
  • Zugang zu den zuständigen Agenturen für Arbeit

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Was bedeutet Outplacement oder Newplacement?

Beide Begriffe stehen für ein und dasselbe und bezeichnen Dienstleistungen für ausscheidende Mitarbeiter zur beruflichen Neuorientierung. Viele weitere Begriffe wie z. B. Gruppen-Outplacement, Einzel-Outplacement, Einzel-Newplacement oder nur Placement werden mehr oder weniger konsequent für ein bestimmtes Spektrum des Outplacement verwendet. Grundsätzlich existieren aber nur zwei Bereiche, die inhaltlich auseinander zu halten sind und die mit den genannten Begriffen beschrieben werden.

Der erste Bereich ist das weite Feld der Transfermaßnahmen und Transfergesellschaften, der oft mit Gruppen-Outplacement beschrieben wird. Der zweite Bereich stellt das Einzel-Newplacement dar, oft auch als Einzel-Outplacement oder Newplacement bezeichnet. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Finanzierung der Dienstleistungen. Während die Kosten der Leistungen im ersten Bereich durch das Unternehmen und Fördergelder der Agentur für Arbeit getragen werden, wird das Einzel-Newplacement in der Regel nur vom Unternehmen oder dem Mitarbeiter selbst finanziert. Wenn die Voraussetzungen für eine Förderung des (Gruppen-)Outplacement durch die Agentur für Arbeit gem. § 110 oder § 111 SGB III nicht vorliegen, kann das Unternehmen auch ein Gruppen-Outplacement selbst finanzieren.


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Gibt es gesetzliche Grundlagen für die Transfergesellschaft?

Ja, die Transfergesellschaft ist in § 111 SGB III geregelt. Außerdem gibt es Geschäftsanweisungen der Agentur für Arbeit, in denen auch Näheres zu Transferkurzarbeitergeld und Transfergesellschaft geregelt wird.


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Welchen Nutzen habe ich als Mitarbeiter von einer Transfergesellschaft?

Zunächst einmal greift Ihnen ein Profi unter die Arme, der für Sie da ist. Dabei muss es in erster Linie nicht zwangsläufig um Profilerstellung, Bewerbungsunterlagen und Jobvermittlung gehen. Möglicherweise haben Sie gerade noch andere Probleme im persönlichen oder familiären Bereich. In der ersten Beratungsphase gilt es also, den Jobverlust zu „verdauen“ und Ihnen dabei zu helfen, Stabilität in Ihr Leben zu bekommen. Diese Unterstützung braucht nicht jeder gleichermaßen. Auf alle Fälle muss im ersten Schritt eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden.

Zentrale Inhalte der Dienstleistungen in einer Transfergesellschaft sind Beratung und Coaching. Erfahrene und kompetente Berater unterstützen Sie bei der beruflichen Neupositionierung. Angefangen mit Orientierungs- und Bewerbungsseminaren – in denen vor allem der Bewerbungsprozess und die Erstellung adäquater Bewerbungsunterlagen auf dem Programm stehen – wird der individuelle berufliche Werdegang ausgewertet und eine Berufswegeplanung erstellt. Die Bewerbungsunterlagen werden während der gesamten Laufzeit ständig weiterentwickelt und an die gewünschten Stellen angepasst. Im Laufe des Beratungsprozesses können berufliche, aber auch psycho-soziale Defizite aufgedeckt werden, auf die dann mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen oder Trainings reagiert wird.

Parallel zu allen Aktivitäten findet eine aktive Stellenrecherche statt, d. h. die Berater suchen aufgrund Ihres Profils den Arbeitsmarkt nach freien Stellen ab, auf die Sie sich bewerben können. Neben Ihren eigenen Bemühungen recherchiert der Berater dabei auch nach verdeckten Stellen. In diesem Falle werden Unternehmen direkt angesprochen und nach freien Positionen befragt, die nicht ausgeschrieben sind. Dafür ist es wichtig, dass der Transferanbieter entsprechende Firmenkontakte hat oder ggf. aufbaut. Natürlich muss es nicht immer das klassische sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis sein. Auch eine Existenzgründung kann ins Auge gefasst werden.

Im Rahmen eines optimalen Beratungsprozesses stehen Ihnen Berater und Trainer vor Ort zeitlich flexibel und persönlich zur Verfügung, um Sie bei Ihrer Suche nach einer neuen Arbeitsstelle bestmöglich zu unterstützen. Hier dürfen Sie außerdem eine entsprechende Betreuungsintensität erwarten: in der Regel betreut ein Berater zwischen 20 und 30, jedoch nicht mehr als 40 Mitarbeiter.

Sollte Ihre Suche nach einer neuen Stelle während der Transfergesellschaft nicht von Erfolg gekrönt sein, schließt sich ein ungekürzter Anspruch auf Arbeitslosengeld an. 


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Welchen Status habe ich in der Transfergesellschaft?

In einer Transfergesellschaft sind Sie Arbeitnehmer. Da Sie neben dem Aufhebungsvertrag mit Ihrem alten Arbeitgeber gleichzeitig einen Anstellungsvertrag mit dem Transferanbieter abschließen, sind Sie regulär sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Es handelt sich dabei um ein befristetes Arbeitsverhältnis. Gleichzeitig müssen Sie zum Erhalt der Fördervoraussetzungen gem. § 111 SGB III arbeitssuchend (NICHT arbeitslos) bei der Agentur für Arbeit  gemeldet sein. 


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Wie hoch ist mein Nettoentgelt in der Transfergesellschaft?

Die Regelungen zur Höhe des Entgelts sind meistens im Sozialplan festgehalten. Eine feste Komponente Ihres Entgelts ist das Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 60 oder 67 Prozent (abhängig vom Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte) Ihres Nettoeinkommens sowie Entgelt für Urlaubs- und Feiertage. Je nach der im Transfersozialplan festgelegten oder vom Arbeitgeber zugestandenen Ausstattung der Transfergesellschaft, kann das Transferkurzarbeitergeld aufgestockt werden. Beide Bestandteile ergeben dann Ihr monatliches Entgelt. Der Aufstockungsbetrag ist steuerpflichtig und i. d. R. sozialversicherungsfrei.

Bei der Entgeltabrechnung schwanken Methode und Service von Anbieter zu Anbieter. Vorteilhaft ist es daher, wenn der Transferanbieter über eine eigene Lohnabrechnungsstelle und Personalabteilung verfügt und Ihnen einen kompetenten Sachbearbeiter zur Seite stellen kann.


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Muss ich in die Transfergesellschaft eintreten?

Nein, Sie können sich freiwillig für oder gegen den Eintritt in die Transfergesellschaft entscheiden. Die Transfergesellschaft ist lediglich ein Angebot Ihres bisherigen Arbeitgebers.


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Wie sieht die Beschäftigung in der Transfergesellschaft aus?

Während der Beschäftigung in einer Transfergesellschaft sieht Ihr Tag i. d. R. anders aus als bisher. Sie gehen nicht Tag für Tag acht Stunden einer Tätigkeit nach. Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge zu tun. Wenn Sie nicht gerade ein Praktikum absolvieren, bei einem potenziellen Arbeitgeber probearbeiten oder eine Weiterbildung besuchen, sind Sie und Ihr Berater ständig damit beschäftigt, geeignete Stellen zu finden. Es gibt feste Beratungs- und Coachingtermine, in denen berufliche Ziele, Bewerbungsunterlagen und Qualifizierungsbedarfe besprochen werden oder Sie hinsichtlich Selbstdarstellung und Präsentationstechniken trainiert werden.


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Wie kann ich aus der Transfergesellschaft austreten?

Sie können unter Einhaltung einer eintägigen Kündigungsfrist das Arbeitsverhältnis jederzeit schriftlich kündigen. Nach der Laufzeit der Transfergesellschaft endet das Anstellungsverhältnis automatisch. Da es sich um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt, bedarf es keiner zusätzlichen Mitteilung oder Kündigung seitens der Transfergesellschaft.


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Habe ich Urlaubsanspruch in der Transfergesellschaft?

Auch in einer Transfergesellschaft haben Sie mindestens den gesetzlichen Urlaubsanspruch. Die Urlaubsregelung ist immer auch abhängig vom alten Arbeitgeber und vom bereits im Kalenderjahr in Anspruch genommenen Urlaub. Einzelheiten sind meistens im Sozialplan geregelt.


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Wie bin ich in der Transfergesellschaft krankenversichert?

In der Transfergesellschaft gilt nach SGB V in der Regel Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, auch für zuvor in der privaten Krankenversicherung Versicherte.

Inwieweit bei bisheriger privater Krankenversicherung ggf. weiterhin Versicherungsfreiheit nach § 6 SGB V vorliegt, zu welchen Konditionen ein Ruhen der Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung möglich ist oder ob ausnahmsweise eine Befreiung von der Versicherungspflicht gem. § 8 SGB V möglich ist, müssen Sie mit Ihrer Krankenkasse abklären.

Wenn Sie das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben, sind Sie unter bestimmten weiteren Voraussetzungen von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit. Auch hier müssen Sie Genaueres bitte selbst mit Ihrer Krankenkasse klären.


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Wie muss ich mich im Krankheitsfall in der Transfergesellschaft verhalten?

  Wie bei einem anderen Arbeitgeber auch. Sie melden sich am ersten Tag bei der Transfergesellschaft krank und reichen am dritten Tag die ärztliche Bescheinigung ein. Die TRAIN ist Ihr neuer Arbeitgeber, daher sehen     die gesetzlichen Regelungen vor, dass Sie bei Krankheit innerhalb der ersten vier Wochen in der Transfergesellschaft keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben. Nach diesen ersten vier Wochen gilt die gesetzliche Entgeltfortzahlungsfrist von bis zu sechs Wochen (einschließlich Wochenende und Feiertage).

Hinweis für Reha/Kur: Während einer Reha/Kur bekommen Sie ab dem 1.Tag keine Entgeltfortzahlung, sondern müssen sich selbst um das Übergangsgeld (§ 20ff SGB VI) beim Versicherungsträger bemühen.


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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?

Es gibt viele Möglichkeiten, während der Zeit in der Transfergesellschaft an seinen Qualifikationen zu arbeiten. Prinzipiell können Sie Qualifizierungsmaßnahmen immer wahrnehmen, solange diese Ihre Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt nicht einschränken. Die Qualifizierungsmaßnahmen müssen zielführend sein, d. h. zur beruflichen Neupositionierung passen. Sie sind nicht an Weiterbildungsträger gebunden und können Maßnahmen zusammen mit Ihrem Berater frei auf dem Markt wählen.

Je nach Ausstattung des Transferprojekts steht u. U. ein Qualifizierungsbudget für Sie bereit. Dieses Budget können Sie natürlich durch eigene Mittel aufstocken. 

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Kann eine Nebenbeschäftigung ausgeübt werden?

Nebentätigkeiten sind nur in dem Umfang erlaubt, in dem sie die Vermittlungsbemühungen nicht beeinträchtigen.

Einkünfte aus Nebentätigkeiten können auf das Transfer-Kug angerechnet werden und u. U. sogar zum Verlust des Anspruchs auf Transfer-Kug führen. Jede Nebentätigkeit ist der TRAIN unaufgefordert mitzuteilen und darf dem Sinn und Zweck der Transfergesellschaft nicht entgegenstehen.

Eine Nebentätigkeit, die bereits vor Eintritt in die Transfergesellschaft durchgängig ausgeübt wurde, darf ohne Anrechnung auf das Transfer-Kug weiterbetrieben werden.


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Was muss ich tun, wenn ich während der Laufzeit der Transfergesellschaft eine neue Stelle gefunden habe?

Sie müssen Ihren Berater hierüber informieren und ihm den ersten Tag des neuen Arbeitsverhältnisses mitteilen, da Sie ab diesem Tag von Ihrem neuen Arbeitgeber Entgelt erhalten und nicht mehr von der Transfergesellschaft.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

Ruhendes Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft. In dieser Zeit ruhen die beiderseitigen Verpflichtungen und Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis mit der Transfergesellschaft. Während der Laufzeit Ihres Vertrages mit der Transfergesellschaft können Sie im Falle der vorzeitigen Beendigung des neuen Arbeitsverhältnisses wieder in die Transfergesellschaft zurückkehren. In diesem Fall leben die gegenseitigen Rechte und Pflichten  bis zum vertraglichen Ende des Arbeitsverhältnisses mit der Transfergesellschaft wieder auf. Durch ein ruhendes Arbeitsverhältnis verlängert sich die Laufzeit Ihres Vertrages mit der Transfergesellschaft nicht. Bei einem solchen Wiedereintritt müssen Sie sich bei der Agentur für Arbeit wieder arbeitssuchend melden.

Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses mit der Transfergesellschaft. In diesem Fall scheiden Sie ohne Rückkehrrecht endgültig aus der Transfergesellschaft aus.  


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Was passiert nach der Transfergesellschaft, wenn ich keinen neuen Job gefunden habe?

Mit Laufzeitende der Transfergesellschaft endet das Anstellungsverhältnis automatisch, ohne dass es einer Mitteilung oder Kündigung bedarf. Danach sind Sie arbeitslos. Um den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu wahren, müssen Sie sich spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit (frühestens drei Monate vorher) arbeitslos melden. Die Arbeitslosmeldung muss persönlich bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Arbeitsagentur erfolgen. 


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Kann ich während der Transfergesellschaft ein Praktikum machen

Ja, Praktika während der Transfergesellschaft sind möglich.


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Gibt es gesetzliche Grundlagen für die Transfermaßnahme/-agentur?

Ja, die Transferagentur ist in § 110 SGB III geregelt. Nähere Erläuterungen finden sich auch in den Geschäftsanweisungen der Agentur für Arbeit.


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Welchen Nutzen habe ich von einer Transferagentur?

Ähnlich wie bei einer Transfergesellschaft greift Ihnen ein Profi unter die Arme, der in der Zeit nach Ausspruch der Kündigung für Sie da ist und Sie bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt.  Dies beinhaltet unter anderem die Begleitung des Bewerbungsprozesses inklusive der Erstellung adäquater Bewerbungsunterlagen, Ihre Teilnahme an für Sie passenden Qualifizierungsmaßnahmen und natürlich die aktive Stellenrecherche.


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Muss ich an einer Transferagentur teilnehmen?

Nein, die Teilnahme an der Transferagentur ist freiwillig. Es handelt sich um ein Angebot Ihres bisherigen Arbeitgebers, das Sie nicht annehmen müssen.


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Welchen Status habe ich in einer Transferagentur?

In einer Transferagentur sind Sie noch Arbeitnehmer Ihres bisherigen Arbeitgebers. Sie nehmen während Ihrer Kündigungsfrist bzw. während der restlichen Laufzeit Ihres Arbeitsverhältnisses bis zu dessen Ende an Dienstleistungen des Transferträgers teil, die sie bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle unterstützen.


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